Familienstellen

Was ist eine Familienaufstellung?

Der Aufstellende wählt nach dem Gespräch mit dem Leiter unter den anwesenden Personen sogenannte Vertreter- Stellvertreter, entsprechend seiner Frage.

Der Aufstellende platziert diese Personen nun jeweils intuitiv im Raum.

Aufgrund der sich daraufhin entwickelnden psychischen Dynamik sollen die so gestellten Stellvertreter sich nach einer Zeit der Sammlung in der Regel so fühlen wie die von ihnen repräsentierten Personen.

Die Stellvertreter können nun ihre eigenen Empfindungen und Gefühle "ausdrücken", die damit für die Anwesenden wahrnehmbar werden.

Nach Ansicht des Gedankens von Aufstellungen allgemein sollen die „gestellten Personen“ die Gefühle und Verhaltensweisen der „echten“ in diesem Fall Familienmitglieder "übernehmen" können, damit die systemisch-phänomenologische Aufstellungsarbeit in diesem Rahmen ansetzen kann. Die Angehörigen des Klienten würden also im strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam "psychisch" Anwesende.

Krankmachende Verstrickungen werden durch die jetzt ansetzende Prozessarbeit unter Anleitung in heilsame Lösungen gewandelt. Mit Begleitung des Therapeuten sollen solche Einsichten für die Aufsteller erleichternde und lösende neue Haltungen und Positionen im weiteren Leben ermöglichen.

Einflüsse von früheren Leben auf unsere Partnerschaften, Beruf oder Umgang mit Krankheiten, werden hier auch angeschaut. Kombinationen von Ahnenarbeit u. Aufarbeitung v. Kindheitserfahrungen, negativen Glaubensmustern sind in diesem Aufstellungsprozess möglich.

Ich möchte darauf hinweisen, dass es manchmal mehrerer Aufstellungen bedarf, um die Verflechtungen und deren Ursachen zu erkennen. 2 – 3 Tage nach der Aufstellung sollte man abwarten, welche Wirkung man bei sich feststellt. Es hat sich gezeigt, dass eine anschliessende Einzelsitzung zum Erörtern weiterer Möglichkeiten sehr hilfreich ist.